Der perfekte Lebenslauf

Dein Lebenslauf ist einer der grundlegenden Schlüssel zu deiner Arbeitssuche. Die Personalabteilung braucht nur wenige Sekunden, um über den Wert deiner Bewerbung zu entscheiden. Ein guter Lebenslauf ist klar und lässt den Personalverantwortlichen auf einen Blick erkennen, warum du der ideale Kandidat oder die ideale Kandidatin für die Stelle bist. Es ist möglich (und empfehlenswert!), den Lebenslauf an jede Stelle anzupassen, auf die du dich bewirbst!

Da die meisten Stellenangebote heute online sind, müssen auch die Bewerbungen online sein. Du solltest deine vollständigen Bewerbungsunterlagen, also Lebenslauf und Anschreiben, im PDF-Format versenden und vorher die Darstellung deiner Dokumente überprüfen. Bei anderen Dateiformaten kann es vorkommen, dass die Formatierung oder das Layout des Textes unterbrochen wird oder dass die gesamte Datei unlesbar ist.

Dein Lebenslauf sollte die zentralen Punkte deiner schulischen und beruflichen Laufbahn strukturiert darstellen. Er wird durch dein Anschreiben ergänzt, in dem du ausführlicher darstellst, wer du bist, warum du dich bewirbst und was du dem Unternehmen zu bieten hast. Welche Informationen gehören unbedingt in deinen Lebenslauf? Wie lang sollte er sein? Wie sollte er strukturiert sein, damit er leicht zu lesen ist? Hier sind unsere Tipps.

Einen passgenauen Lebenslauf verfassen - zu welchem Zweck?

Wenn du dich auf eine Stelle bewirbst, solltest du die Stellenanzeige sorgfältig lesen und dich fragen, ob du die richtige Ausbildung und Berufserfahrung hast. Berücksichtige auch den Arbeitsort und die Dauer der Stelle und versuche abzuschätzen, ob du in der Lage sein wirst, die Anforderungen zu erfüllen. Gehe die Liste der Anforderungen in der Stellenanzeige durch und stelle sicher, dass sie sich auch in deinem Lebenslauf wiederfinden.

Wenn du deinen Lebenslauf an die Stelle anpasst, auf die du dich bewirbst, zeigst du dem Arbeitgeber, dass du dich im Vorfeld über das Unternehmen und die Rolle informiert hast. Einen passenden Lebenslauf zu schreiben ist keine leichte Aufgabe und viele Personalverantwortliche erhalten Lebensläufe, die zu allgemein gehalten sind und nicht zu der Stelle passen, auf die sich die Bewerber:innen bewerben.

Wie bereits erwähnt, ist es wahrscheinlicher, dass ein:e Personalverantwortliche:r deinen Lebenslauf für eine bestimmte Stelle auswählt und dich zu einem Vorstellungsgespräch einlädt, wenn du ihn an eine bestimmte Stelle anpasst. Und das Bestehen dieser ersten Auswahl ist zwar keine Garantie für den Erhalt der Stelle, aber der erste Schritt in jedem Einstellungsprozess!

Kurz gesagt: Das Schreiben deines Lebenslaufs lohnt es sich, ihm Zeit zu widmen, denn:

CV schreiben

Welches Format ist das richtige für deinen Lebenslauf?

Hier gibt es zwei Schlüsselwörter: Kohärenz und Lesbarkeit. Verwende für jeden Absatz die gleiche Schriftart und die gleichen Tabulatoren. Hilf dem Personalverantwortlichen, die wichtigsten Informationen über dich so schnell wie möglich zu finden: Achte auf das Layout, lockere die Absätze auf und hebe die wichtigsten Elemente hervor. Für Hochschulabsolvent:innen und junge Berufstätige ist es ideal, wenn der Lebenslauf auf einer Seite dargestellt wird.

Um einen Lebenslauf zu erstellen, kannst du Microsoft Word oder ein ähnliches Programm zur Textverarbeitung verwenden. Ein hervorragendes kostenloses und benutzerfreundliches Tool ist Canva, das im Browser verwendet wird und dir Vorlagen für vorgefertigte Lebensläufe anbietet. Wie bereits erwähnt, solltest du nicht vergessen, den Lebenslauf im PDF-Format zu versenden.

Ziel deines Lebenslaufs: Durch einen klaren Titel und eine kurze Beschreibung schnell an Informationen gelangen

Deinen Lebenslauf "Lebenslauf" zu nennen, lässt einen Arbeitgeber nicht das Potenzial deiner Bewerbung erkennen. Um sich von der Konkurrenz abzuheben und schon in den ersten Zeilen deines Lebenslaufs schlagkräftig zu sein, kannst du eine Beschreibung hinzufügen. Es ist nicht zwingend erforderlich, eine solche hinzuzufügen, aber es ist eine gute Möglichkeit, den Lebenslauf zu personalisieren und dich kurz vorzustellen. Beschreibe in ein oder zwei aussagekräftigen Sätzen deine Situation und was du suchst und entspreche dabei dem gewünschten Profil der Personalverantwortlichen. Ein Beispiel für eine kurze Beschreibung ist: "Ich bin zweisprachig (Französisch/Deutsch) und möchte im Bereich Produktmarketing arbeiten. Ich suche eine erste Erfahrung in einem KMU, das mir ermöglicht, die theoretischen Kenntnisse aus meinem Master in digitalem Marketing in die Praxis umzusetzen."

Eine klare Struktur für deinen Lebenslauf

Logischerweise gleicht kein Lebenslauf dem nächsten und du solltest stets darauf achten, dass deine Kenntnisse und (eventuelle) Berufserfahrung zu der Stelle passen, auf die du dich gerade bewerben möchtest. Dabei gibt es ein paar Angaben, die auf keinen Fall in deinem Lebenslauf fehlen sollten.

  1. Persönliche Daten: Hierzu zählen Name, Kontaktdaten, Geburtsdatum und Familienstand.
  2. Berufserfahrung (falls bereits vorhanden): Relevante Berufserfahrung, Praktika und Nebentätigkeiten sollten hier chronologisch aufgeführt werden.
  3. Studium/Ausbildung: Hierhin gehören Name und Standort der Bildungseinrichtung, die Dauer des Studiums/der Ausbildung und dein erreichter bzw. angestrebter Abschluss. Wünschenswert ist auch eine kurze Zusammenfassung der Studieninhalte oder der Ausbildung.
  4. Sprachkenntnisse: Liste alle Sprachen (inklusive Muttersprache) auf, die du schriftlich bzw. mündlich beherrschst, ergänzt um die jeweilige Niveaustufe.
  5. IT-Kenntnisse: Gib detaillierte IT-Kenntnisse (Programmiersprachen, Programme, Systeme) und deren Niveau an.
  6. Weitere Angaben und Referenzen: Hier kannst du eventuelle Weiterbildungen angeben, darüber informieren, ob du einen Führerschein besitzt oder sonstige für die Position relevante Angaben machen. Immer häufiger werden auch Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern eingeholt. Im Allgemeinen reicht es aus, wenn du schreibst: „Referenzen werden auf Wunsch gerne nachgereicht.“

#1 Kontaktdaten und persönliche Informationen

Stelle deine Kontaktinformationen so dar, dass sie sofort sichtbar sind: Name, Telefonnummer, E-Mail, Führerschein und Geburtsdatum. Diese Informationen befinden sich in der Regel im oberen Teil deines Lebenslaufs, sodass der Personalverantwortliche diese Informationen schnell finden kann, nachdem er deinen Lebenslauf gelesen hat. Bist du auf LinkedIn aktiv? Füge den Link zu deinem Profil hinzu!

Zögere nicht, deinem Lebenslauf ein Foto hinzuzufügen. Dieses sollte professionell, d.h. seriös und aktuell sein. Es wird dringend empfohlen, es mit einem professionellen Fotografen zu erstellen. Das Hinzufügen eines Fotos zu deinem Lebenslauf ist nicht zwingend erforderlich, verleiht ihm aber eine persönliche Note.

#2 Berufserfahrungen

Relevante Berufserfahrung, Praktika und Nebentätigkeiten sollten hier chronologisch aufgeführt werden. Eine gute Möglichkeit, die Anfangs- und Enddaten der einzelnen Phasen zu kennzeichnen, ist folgendermassen: "Oktober 2014 - Dezember 2016". Du kannst deine früheren Jobs nennen, aber auch deine Praktika, wenn sie für die Stelle, auf die du dich bewerben möchtest, relevant sind.

Verfasse für jede deiner Erfahrungen einen kurzen Absatz, in dem du das Datum, den vollständigen Namen des Unternehmens, den Titel der Stelle und den Standort angibst. Wähle diejenigen aus, die für die Stelle, auf die du dich bewerben möchtest, am relevantesten sind, und versuche, die in der Stellenanzeige vorkommenden Schlüsselbegriffe einzubeziehen. Vergiss nicht, sie anzupassen, da sie sich von einer Anzeige zur anderen unterscheiden können.

Jeder Absatz deines Lebenslaufs sollte zusammenfassend die folgenden Fragen beantworten:

#3 Ausbildung

Hier gilt die gleiche Regel wie bei den Berufserfahrungen: Erwähne nur das, was für die Stelle, die du suchst, am relevantesten ist. Die Ausbildung gehört neben den Berufserfahrungen zu den ersten Elementen, die ein:e Personalverantwortliche:r in deinem Lebenslauf überprüfen wird. Dein Bildungsniveau gibt den Personalverantwortlichen die Informationen, die sie brauchen, um deine Bewerbung zu bewerten und zu wissen, ob du die Anforderungen für die Stelle erfüllst.

Für den Fall, dass du viele Abschlüsse hast, gehe nicht weiter zurück als bis zur Matura! Wenn du jedoch einen Teil deiner Grundschul-/Sekundarschulzeit im Ausland verbracht hast, kann es interessant sein, dies zu erwähnen, da internationale Erfahrungen jeglicher Art von Arbeitgeber:innen oft geschätzt werden. Am wichtigsten für Personalverantwortliche ist es, deine aktuelle Situation (hast du dieses Jahr deinen Abschluss gemacht? Nächstes Jahr?) und mögliche nächste Schritte zu erkennen. Gib den Zeitraum an, in dem du studiert hast, den Namen der Schule, das Land oder die Stadt und den Abschluss, den du erworben hast. Spezialisierungen oder belegte Kurse kannst du nur dann angeben, wenn sie für die angestrebte Stelle relevant sind. Natürlich liegt es an dir, die Relevanz der Ausbildungen, die du in deinen Lebenslauf aufnimmst, zu bewerten!

#4 Sprachkenntnisse

Für viele Positionen ist es heute erforderlich, mindestens zwei Sprachen zu beherrschen. Beginne mit den Sprachen, die du am besten beherrschst. Vergiss deine Muttersprache nicht! Gib für jede Sprache das Niveau an (und unterscheide dabei eventuell zwischen mündlich und schriftlich): Grundkenntnisse, gute Kenntnisse, fliessend, zweisprachig. Du kannst auch die Niveaustufen des Europäischen Sprachstandards (A1/A2 usw.) verwenden und deine Ergebnisse in Tests wie TOEFL/TOEIC usw. angeben.

Auch wenn es selbstverständlich erscheinen mag, versuche nicht, in deinem Lebenslauf zu schummeln. Wenn du keine Fremdsprachen beherrschst, ist es besser, nichts anzugeben, da du in einem Vorstellungsgespräch getestet werden könntest. Und es ist besser, keine Sprache in deinem Lebenslauf hinzuzufügen, ebenso dein Sprachniveau nicht erwähnen, wenn es dir nicht ausreicht, um dich in einem beruflichen Kontext zurechtzufinden.

#5 IT-Kenntnisse

Beginne auch hier mit den Fähigkeiten, die du am besten beherrschst! Nenne die Systeme, Anwendungen, Software, Programmiersprachen oder Techniken, die du beherrschst. Vergiss nicht, deine Fähigkeiten zu qualifizieren (wie gut beherrschst du sie?).

#6 Weitere Angaben und Referenzen

Abgesehen von Weiterbildungen oder sonstige für die Position relevante Informationen, kannst du hier auch auf deine persönlichen Interessen eingehen. Vermeide dabei Klischees wie Reisen, Lesen und Kunst! Bevorzuge Aktivitäten, die dich von anderen Bewerbern abheben (natürlich nur, wenn du sie regelmässig ausübst) oder Erfahrungen, bei denen du Verantwortung übernimmst: Engagement in Vereinen, Freiwilligenarbeit, Organisation von Veranstaltungen. Wenn die Aktivitäten mit der Stelle, für die du dich bewerben möchtest, zusammenhängen können, ist das umso besser!

Immer häufiger werden auch Referenzen von ehemaligen Arbeitgeber:innen eingeholt. Du brauchst diese jedoch nur angeben, wenn sie explizit verlangt werden. Im Allgemeinen reicht es aus, wenn du schreibst: „Referenzen werden auf Wunsch gerne nachgereicht.“ Überlege dir jedoch schon im Vorhinein, welche Personen (z. B. ehemalige Vorgesetzte oder Kollegen) für die Abgabe einer Referenz in Frage kommen. Achte darauf, dass du die Personen, die du als Referenz angibst, immer benachrichtigst, damit sie bereit sind, von Personalverantwortliche kontaktiert zu werden!

Letzter Check bevor du deinen Lebenslauf abschickst

Du hast deinen Lebenslauf fertig geschrieben und alle gewünschten Elemente hinzugefügt? Du kommst deinem Ziel immer näher, aber es gibt noch einen weiteren Schritt, den du tun musst, bevor du deine Bewerbung abschliessen kannst! Und das ist der des Korrekturlesens! Ein fehlerfreier Lebenslauf ist ein erster Qualitätstest für einen Arbeitgeber. Lass deinen Lebenslauf gegenlesen und lass dich in deinem Bekanntenkreis beraten. Einen zweiten oder auch dritten Standpunkt zu haben, ist immer von Vorteil. So kannst du nicht nur die Rechtschreibung, sondern auch die Struktur und den Inhalt überprüfen. So kannst du deinem Dokument vor dem grossen Schritt noch ein letztes Mal den letzten Schliff geben! Beschränke dich auf zwei oder drei Personen, die du um Rat fragen kannst. Es wird immer noch eine letzte Kleinigkeit geben, die du ändern kannst, eine andere Meinung als die vorherigen, eine minimale Änderung, die du vornehmen musst usw. Zu viele Meinungen können sich aber auch negativ auswirken, wenn du dich nicht einschränken kannst und am Ende riskierst du, gar nichts zu schicken oder deine Chance zu verpassen, indem du deine Bewerbung und deinen Lebenslauf immer wieder aufschiebst.

Bereite ein vollständiges Bewerbungsdossier vor

Dein Lebenslauf ist endlich fertiggestellt. Aber ein Lebenslauf ist nicht genug, wenn er nicht von einem Bewerbungsschreiben begleitet wird. Um dir bei der Erstellung deines Schreibens zu helfen, haben wir einen Artikel mit verschiedenen Tipps und Tricks zusammengestellt! Um mehr zu erfahren, geht es hier lang!

Vergiss nicht, zu überprüfen, ob du alle in der Stellenanzeige geforderten Dokumente wie Zeugnisse, Arbeitszeugnisse (wenn du schon gearbeitet hast) usw. beigefügt hast.

Personalverantwortliche um Rat fragen

Personalverantwortliche um ihre Meinung zu bitten, ist auch eine der besten Möglichkeiten, deinen Lebenslauf zu verbessern oder überprüfen zu lassen. Du kannst z. B. auf einer Jobmesse um ein Feedback bitten. Das ist auch eine tolle Gelegenheit, deinen Lebenslauf weiterzugeben und vielleicht sogar ein Vorstellungsgespräch mit einem Personalverantwortlichen zu bekommen, den dein Lebenslauf interessiert hat! Wenn du deine Bewerbung abgeschickt hast und du eine Absage vom Arbeitgeber oder Arbeitgeberin erhältst, kann es auch interessant sein, um ein Feedback zu bitten, um zu verstehen, was schiefgelaufen ist, und deinen Lebenslauf für eine nächste Bewerbung noch besser vorzubereiten.

Sich im Ausland bewerben

Möchtest du dich im Ausland bewerben? Ein Lebenslauf für eine Stelle in der Schweiz wird anders erstellt als für eine Stelle in einem anderen Land. Daher ist es wichtig, dass du dich im Vorfeld über die Anforderungen an einen Lebenslauf je nach Land, in dem du arbeiten möchtest, informierst. Und vergiss vor allem nicht: Wenn die Anzeige nicht auf Englisch verfasst ist oder in der Anzeige steht, dass du dich auf Englisch bewerben kannst, musst du dich immer an die Sprache halten, in der die Stelle ausgeschrieben wurde!

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